Fahren oder fliegen?
Das wohl bekannteste Flugobjekt unseres Bodensees.
Doch fliegt es nun oder fährt es? Dieses kleine Detail ist so wichtig, dass manche dem Zeppelin gewidmete Homepage diese Frage in die FAQs aufnimmt.
Kurze Antwort: Er fliegt.
Weil anders als beim Heissluftballon die geringere Dichte des Edelgases zwar für Auftrieb sorgt, es aber noch Schub durch die Triebwerke braucht.
Diese kleinen Details der Sprache machen für mich Theologie so interessant. Wenn wir lesen: „Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben“ (Joh 3,36), dann entdecken wir im griechischen Urtext für „glauben“ die Vokabel pisteuein.
Besser als mit „glauben“, das oft auch Ahnen, Nichtwissen und Vermuten bedeutet, übersetze ich den Begriff mit „vertrauen“.
Dies entspricht viel eher der Bedeutung, die er im Neuen Testament hat.
Weiss ich, dass Gott für mich da ist? Nicht so gewiss wie andere Dinge, die direkter vor Augen liegen. Aber ich ahne es nicht nur oder vermute etwas, sondern ich vertraue jemandem, der seine Versprechen hält.
Wie der Zeppelin noch Auftrieb braucht, um zu fliegen, so braucht unser Leben Vertrauen.
Seid behütet und gesegnet
Euer Pfarrer Michael Röll