Erinnerungen an den Sommer
Was für ein idyllisches Bild.
Die Ruhe des Wassers, bevor bald bei 32 Grad Kinder und Erwachsene sich im kühlen Nass erfrischen und auf der Liegewiese ihre Zeit geniessen.
Wurde bei der Veröffentlichung der falsche Monat eingestellt? Zum Glück nicht.
Ich habe mir nämlich an den heissen Tagen vorgenommen, mich an meine Beschwerden über die Hitze zu erinnern, wenn wieder der Nebel über dem Bodensee steht, es regnet und ich mir bei 8 Grad wünsche, es wäre wieder wärmer.
Wie wahr der Satz aus dem Buch Prediger doch ist: «…alles hat seine Zeit». Und wie ich mich so über meine Herbst-Unzufriedenheit ärgere, merke ich, dass ich den Satz nicht ernst nehme. Bin ich nicht gerade in Wahrheit unzufrieden mit meiner Unzufriedenheit? Wie paradox.
Heute darf ich mich also auch mal ärgern, denn der Nebel ist wirklich genauso lästig wie die Hitze und nicht jeder Moment muss toll sein.
Wenn wir in gesundem Mass der Unzufriedenheit Raum geben, kann darin schon die kommende Freude keimen. ALLES hat seine Zeit.
Seid behütet und gesegnet
Euer Pfarrer Michael Röll
Bildrechte: Karin Brand