… die Welt, wie sie mir gefällt
«Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.» Wer war das noch? Genau: Pipi Langstrumpf. Dieses witzig-freche, bärenstarke, unbeschwerte Mädchen singt: «2×3 sind vier vidividivit und drei macht neune, ich mach mir die Welt vidividi wie sie mir gefällt.»
Dann machen wir das mal: Krankheiten und Unfälle lassen wir weg. Ein sicheres Einkommen hingegen, eine sichere Rente – klar! Ein gewisses Mass an Schönheit und Intelligenz ist auch nicht schlecht. Dazu genug Liebe und Freundschaft. Und weil wir nicht egoistisch sind, gilt das alles auch für unsere Kinder und Grosskinder. Am besten für die ganze Welt.
Wäre das «die Welt, wie sie mir gefällt»? Möglichst perfekt, makellos, problemlos? Die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist gross – und manchmal der Auslöser für die kritische oder sehnsüchtige Frage nach Gott.
Wir können über das Negative schimpfen und wettern, Gott und die Umstände verfluchen. Oder wir können säen: Kleine, positive Beiträge, die unsere eigene Miniwelt in die Richtung verändern, die wir uns wünschen. So schaffen wir uns zwar nicht ein Paradies. Aber wir kommen ihm ein kleines bisschen auf die Spur.
Take good care!
Pfr. Harald Ratheiser