„Gott, du bleibst, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.“ Ps 102,28

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass die Zeit immer schnelllebiger wird?

Kaum hat man genervt dem Computer den erwünschten Neustart gegönnt, kommt schon das nächste Update um die Ecke.

Nimmt man mal viel Geld in die Hand und kauft das neueste Smartphone, ist gefühlt kein Wimpernschlag vergangen und schon ist das neuere Gerät draussen.

Aber auch jenseits der schnellen Marktökonomie kennt wohl kaum einer das Phänomen nicht, dass die Jahre schneller vergehen, je älter man wird. War nicht gestern noch Weihnachten und schon steht wieder Pfingsten vor der Tür, ein Geburtstag jagt den nächsten – und immer schneller.

Kein Wunder, ist schon immer die Beständigkeit im Leben eine grosse Sehnsucht des Menschen.

Wie schön, dass unsere Religion das Gespür genau dafür bewahrt: Gott, du bleibst! Mag auch alles kommen und gehen, seine Liebe hat kein Mindesthaltbarkeitsdatum.

Es gibt keinen Gott 2.0, sondern der, der war, der ist und wird auch sein.

Und wenn ich mich fühle wie gebeutelt vom Wind der Veränderung und der Schnelllebigkeit, hilft mir der Gedanke, dass auch ich in ihm meine Beständigkeit habe.

Er ist der sichere Hafen im Sturm der Zeit, wo die Jahre kein Ende nehmen und auch ich ewig sein werde – bei und in ihm.

Seid behütet und gesegnet
Euer Pfarrer Michael Röll