„Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ Apk 1,18

Türen und Schlüssel sind sehr eindrückliche Symbole.

Zwischenmenschliches Miteinander gelingt, wenn wir uns die Türen öffnen; Scheitern droht, wenn wir Türen zu gemeinsamen Wegen verschliessen.

Dem Frühling dürfen wir unsere Herzenstür öffnen und uns an den aufblühenden Blumen und Knospen erfreuen.

Und doch gibt es da diese grausige Tür, für die wir keinen Schlüssel haben: die verschlossene Tür der eigenen Endlichkeit und der Endlichkeit aller Beziehungen.
Genau da setzt Ostern an mit seiner Botschaft von einem Jesus, der auch diese letzte Tür für uns aufgesperrt hat. Was für ein Trost für viele, die trauern, die leiden, die eine Tür spüren, für die ihnen die Kraft fehlt, sie wieder zu öffnen.

Christus lebt in Ewigkeit und mit ihm auch wir – so die Botschaft von Ostern. Wussten Sie, dass wir nicht nur einmal im Jahr Ostern feiern, sondern eigentlich jeden Sonntag im Gottesdienst? Besser wäre noch: jeden Tag: Dem anderen die innere Tür aufsperren, den Vorhang voller Lust aufziehen für die Frühlingssonne und den Spaziergang geniessen – im Bewusstsein, dass es keine Tür gibt, die für unseren Gott verschlossen bleibt.

Er hält uns den Weg offen, zu ihm, jetzt und in Ewigkeit.

Seid behütet und gesegnet
Euer Pfarrer Michael Röll

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