Seit Anfang November probten über 40 Kinder vom ersten Kindergartenjahr bis zum 6. Schuljahr mit Feuereifer für das Weihnachtsspiel. Unter der Leitung von Barbara van der Bie, Alise Dupper, Vreni Trachsler und Pfrn. Sabine Gäumann lernten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler ihre Texte und spielten Theater.
In dem Stück wurde eine fiktive Zeitreise zu den Evangelisten Matthäus und Lukas unternommen, die je eine Fassung der Weihnachtsgeschichte aufgeschrieben haben. Während Matthäus von dem besonderen Stern und der Reise der Sterndeuter nach Bethlehem berichtet, erzählt Lukas von der Herbergssuche von Maria und Josef, der Geburt und den Hirten auf dem Feld. Die beiden interviewenden Moderatoren kommen mit den Autoren ins Gespräch und erfahren von ihren Absichten.
Eingebettet in diese Gespräche führten die Schülerinnen und Schüler die beiden Weihnachtsgeschichten auf. Mit viel Begeisterung trug der von Stéphanie Oertli geleitete Kinderchor Weihnachtslieder vor. Die einzelnen Szenen wurden mit Bildern auf der Leinwand bereichert. Ausserdem wurden die Liedtexte projiziert, so dass kein helles Licht zum Singen aus den Gesangbüchern die weihnachtliche Stimmung unterbrechen musste.
Im Anschluss an den Gottesdienst konnten die sehr zahlreichen Besucher die Feier bei Kuchen, Glühmost und Punsch vor der Kirche miteinander ausklingen lassen.
Text: Andreas Gäumann; Fotos: Marcel Köchli
Seit drei Jahren ist das Pfarrehepaar Andreas und Sabine Gäumann in der Evangelischen Kirchgemeinde Arbon mit einem Pensum von 150% tätig. Andreas Gäumann ist zusätzlich Gefängnisseelsorger (30%) der St. Galler Kirche. Mit Freude und Engagement arbeiten sie in verschiedenen Bereichen der Kirchgemeinde. Seit Jahresanfang haben Gäumanns aber immer mehr gemerkt, dass ihnen das Einzelpfarramt in einer kleineren Kirchgemeinde mehr entspricht und sie dessen Aufgabenvielfalt wie auch die grössere Nähe zum Ort und zu den Gemeindegliedern vermissen. Darum haben sie sich auf die freie Pfarrstelle in Bad Ragaz-Pfäfers SG beworben und sind am Mittwoch 23. August gewählt worden. Das Pfarrehepaar Gäumann hat die Kündigung eingereicht und wird spätestens Ende Februar die Kirchgemeinde Arbon verlassen.
In den letzten drei Jahren haben Gäumanns Einiges bewegt. Sabine Gäumann setzte in den Bereichen Kinder- und Frauenarbeit neue Impulse. Ein Kindertheater-Projekt in den Ferien, der Begrüssungsgottesdienst für die Erstklässer, die monatliche Minikirche oder das neue Angebot „Weiberwirtschaft“ lagen ihr sehr am Herzen. Andreas Gäumann kümmerte sich besonders um die Öffentlichkeitsarbeit, die EDV und soziale Belange. Die neue Homepage, die Lancierung und Redaktion der Mitgliederzeitschrift „Turmblick“, die Einführung eines Servers und das neue ökumenische Angebot „Kafi Zischtig“ gehen auf ihn zurück.
Die Kirchenvorsteherschaft bedauert diesen Rücktritt sehr. Sie dankt an dieser Stelle bereits jetzt herzlich für die geleisteten Dienste. Wie die Stellvertretung nach dem Weggang gewährleistet werden wird und wie die Stellen wieder besetzt werden, ist derzeit Gegenstand von Abklärungen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Vorsteherschaft über die weiteren Pläne orientieren.
Beten in der Not – nur und auch in der Not? In der Kapelle des Kantonsspitals Frauenfeld reden der Thurgauer Regierungspräsident Urs Martin und Kirchenratspräsidentin Christina Aus der Au über ihre Stossgebete und über das Beten in der Öffentlichkeit und im „stillen Kämmerlein“. Das Video ist als Gedankenanstoss zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag vom 17. September 2023 gedacht. Seit drei Jahren veröffentlicht die Evangelische Landeskirche zum Bettag eine Videobotschaft, in der die oder der Thurgauer Regierungspräsident/in zu Wort kommt.
Die Evangelische Landeskirche Thurgau bietet eine berufsbegleitende Ausbildung zur Religionslehrperson an. Damit sorgt sie dafür, dass Kindern auch in Zukunft christliche Werte vermittelt werden. Der nächste Kurs beginnt im November 2023.
«Kinder sollen in der Schule altersgerecht mit christlichen Werten vertraut gemacht und in ihrem Glauben unterstützt werden», sagt Ruth Pfister, die als Kirchenrätin für das Ressort Kirche, Kind und Jugend verantwortlich ist. Die Evangelische Landeskirche Thurgau sucht deshalb zusammen mit den Kirchgemeinden nach weiteren Religionslehrpersonen. Für Interessierte bietet sie eine knapp dreijährige Zweitausbildung an.
Lernen und entdecken Die berufsbegleitende Ausbildung zur Religionslehrperson Primarstufe (https://www.evang-tg.ch/landeskirche/fachstellen/bereich-religionsunterricht/fachstelle-religionsunterricht/ausbildung.html) dauert von November 2023 bis Juli 2026. Der theoretische Teil besteht aus Modultagen – jeweils dienstags, wobei während der Schulferien kein Unterricht stattfindet – sowie einer Diplomarbeit. Die praktische Ausbildung umfasst im ersten Halbjahr den Besuch der Übungsschule, und bereits ab dem Schuljahr 2024/25 kann eine eigene Klasse übernommen werden. Die landeskirchliche Fachstelle begleitet und koordiniert alle Einsätze. Parallel dazu werde der dreijährige Theologiekurs für Erwachsene absolviert, erklärt Ruth Pfister.
Infoanlass am 22. August 2023
Das Video «Berufsporträt Lehrpersonen Religionsunterricht» (https://www.youtube.com/watch?v=07RWeFEYXak) gibt einen ersten Einblick ins neue Berufsfeld. Der Informationsabend (https://www.evang-tg.ch/nc/agenda/detail/detail/Event/show/informationsabend-zur-katechetik-ausbildung-2023-2026.html) zur Katechetik-Ausbildung 2023 – 2026 findet am Dienstag, 22. August 2023 von 18.30 Uhr bis 19.30 Uhr in Frauenfeld statt. Mirjam Loos, Leiterin der Fachstelle Religionsunterricht der Evangelischen Landeskirche Thurgau richtet sich an motivierte Männer und Frauen und sagt: «Wenn Sie Interesse an Glaubensfragen und biblischem Wissen haben und wenn Ihnen die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Freude bereitet, dann ist dieser Beruf möglicherweise genau der richtige für Sie.»
