Vermutlich haben noch nie so viele Besucherinnen und Besucher unseren Adventsmarkt besucht und die schöne Stimmung genossen. Entsprechend freuen wir uns über den sagenhaften Reinerlös von Fr. 5’897.91. Amber Abdiwahid, Vertreterin des Vereins Hiki «Hilfe für hirnverletzte Kinder», nahm den Check mit grosser Dankbarkeit entgegen.
Liebe Doris, wie bist du zum Mittagstisch unserer Kirchgemeinde gestossen? Im Frühling 2014 wurde ich von Pfr. Harry Ratheiser angefragt, ob ich die Leitung des Mittagstisch Küchenteams übernehmen könnte. Als Hauswirtschaftslehrerin und da ich bereits zehn Jahre im Herbst Kinderlager unserer Kirchgemeinde gekocht hatte, konnte ich mir das gut vorstellen. Nun kochen wir für jeweils rund 60 bis 70 Personen.
Wie funktioniert der Mittagstisch? Wir ordnen bewusst Tischgruppen für je acht Personen an. So sitzen die Leute wie an einem grossen Familientisch zusammen. Sie geniessen diese Geselligkeit sehr. Es gibt also nicht Tellerservice, sondern sie schöpfen sich tischweise selbst. Es ist wie zu Hause, bloss in einem anderen Rahmen. Mit Fr. 10.– sind wir auch preislich sehr attraktiv.
Was freut dich am Mittagstisch besonders? Da gibt es vieles. Besonders schön sind die wertschätzenden Rückmeldungen. Da kommt immer viel zurück. Entsprechend engagieren wir uns mit viel Herzblut. Unser Motto ist: Wir kochen «guet – gsund – regional – saisonal – amächelig». Gerne probiere ich auch neue Rezepte aus, die ich jeweils zuerst zu Hause teste.
Wer kommt alles an den Mittagstisch? Mehrheitlich sind es pensionierte Frauen und Männer. Einige treffen sich bereits kurz nach 11 Uhr, damit sie zusammensitzen und miteinander reden können. Das finde ich sehr schön. Um 12 Uhr essen wir gemeinsam, kurz nach 13 Uhr verabschiedet Pfr. Harry Ratheiser die Anwesenden. Unser Angebot hat sich mittlerweile weit herumgesprochen, sodass wir oft ausgebucht sind.
Was wünschst du dir für die Zukunft des Mittagstischs? Ich hoffe, dass unser Mittagstisch auch weiterhin so beliebt und gut besucht bleibt. Dabei spielt natürlich auch die gute Stimmung in unserem Küchenteam eine wichtige Rolle. Deshalb gehört meinem Team ein grosser Dank. Was sie leisten ist grossartig. Im April 2026 findet mein 100. Mittagstisch statt – es wäre schön, wenn wir diesen alle gesund und wohlbehalten erleben dürfen.
Herzlichen Dank, Doris
Die Fragen stellten Miriam Augustine
Doris Janisch – Unsere Chefköchin der beliebten Mittagstische
Interview mit Natalie Zöllig und Roger Brand
Liebe Natalie, wie viele Jahre hilfst Du schon am Weihnachtsmarkt mit?
Ich bin seit Beginn dabei, immer am Kuchenstand. Die ersten paar Jahre sogar noch als Zeitfrau.
Ist Dir etwas besonders Schönes in Erinnerung?
Für mich ist der ganze Weihnachtsmarkt besonders. Einmal schneite es – da war es besonders schön. Hoffentlich gibt es den Adventsmarkt noch viele weitere Jahre.
Welches ist denn Dein Lieblingskuchen?
Es gibt immer einige gute Kuchen, etwa den Rüeblikuchen oder die Eierlikörtorte, aber ich kann mich da gar nicht entscheiden.
Lieber Roger, Du engagierst dich bereits seit dem ersten Adventsmarkt als Helfer. Welche Aufgaben übernimmst du jeweils?
Ich übernehme jedes Jahr unterschiedliche Aufgaben: vom Mithelfen bei Bastelvorbereitungen – bei denen ich helfe, die Ideen meiner Frau umzusetzen – über den Aufbau des Adventsmarktes bis hin zum Ausschenken von Suppe und Punsch am Sternenzaubermarkt. Anschliessend unterstütze ich auch beim Abbau und Aufräumen, damit möglichst viel noch am selben Abend erledigt wird.
Was motiviert Dich, Jahr für Jahr bei diesem Anlass mitzuhelfen?
Ich finde den Markt eine wunderbare Idee. Er bringt Menschen jeden Alters und verschiedenster Herkunft zusammen und schafft eine warmherzige, positive Stimmung. Zudem zeigt er eindrucksvoll, wie lebendig und engagiert unsere Kirchgemeinde ist. Einige der Gäste fragten bereits, wer wir eigentlich sind, dass wir einen so schönen und gemeinnützigen Anlass auf die Beine stellen – und angesichts des Veranstaltungsortes muss ich darüber jedes Mal ein wenig schmunzeln.
Gab es eine besondere Begegnung oder ein Erlebnis, das Dir in besonderer Erinnerung geblieben ist?
Da gibt es jeweils einige schöne Begegnungen. Beispielsweise jene ältere Dame, welche so von der Suppe geschwärmt hat. Sie habe vorher nie wieder eine so gute Suppe erhalten, welche so wunderbar geschmeckt habe wie die, welche ihr Vater jeweils gekocht hatte. Nur hier bei uns. Das ist doch wunderbar, oder?
Herzlichen Dank, Natalie und Roger!
Die Fragen stellten Sandra Troxler und Karin Brand