Es brennt und brodelt!

Ist die Welt aus den Fugen? Russland bekriegt die Ukraine, der Nahe Osten brennt, es brodelt in Haiti und im Sudan, zwischen China und Taiwan, Armenien und Aserbeidschan usw. Der Konflikt in Myanmar/Burma ist da kaum noch auf dem Radar.

Das ist ganz schön erschreckend. Vor allem aber bin ich machtlos. Wenn ich dann noch höre, wie Menschen auf Osterfriedensmärschen fordern, man müsse halt die Waffenlieferungen an die Ukraine einstellen und mit Putin reden, empfinde ich das als schwer zu ertragende Naivität. Oder liege ich falsch mit der Meinung, dass man Machtwahn nur mit entschlossener Stärke entgegentreten kann? Das Münchner Abkommen von 1938 klingt in mir nach.

Ach, es ist wie immer in diesen Dingen: Über Weltpolitik lässt sich treffend debattieren. Die Brennpunkte der Welt sind in Diskussionen schneller gelöst als der einfache Streit in den eigenen vier Wänden.

Deshalb schreibe ich mir den guten alten, aber sehr weisen Spruch des Neuen Testaments hinter die Ohren (oder versuche es zumindest): «Lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.» Wenn es auf der weiten Welt überall brennt, muss es in meinem eigenen kleinen Weltchen ja nicht auch noch brodeln. Hier bin ich nicht machtlos.

Take good care!
Pfr. Harry Ratheiser

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