A Prayer for Peace (Teil II)

Ein Kunstmäzen schreibt einen Wettbewerb aus. Die Aufgabe: Male ein Bild des wahren Friedens. Der Kunstmäzen setzt den Preis für das Siegerbild hoch an, entsprechend viele Gemälde gehen ein.

Zwei Bilder schaffen es in die Entscheidung. Das erste Bild schildert eine idyllische Landschaft: Ein schneebedeckter Berg vor tiefblauem Himmel. Berg und Himmel spiegeln sich im kristallklaren Bergsee. – Die Darstellung einer ruhigen, friedlichen Natur.

Das zweite Bild ist ganz anders aufgebaut: Ein Wasserfall stürzt donnernd eine Bergwand hinab. Der Himmel ist mit bedrohlich-dunklen Wolken bedeckt, die ein heftiges Unwetter ankündigen. Neben dieser Hauptszenerie, neben dem tosenden Wasserfall, malt der Künstler einen Felsvorsprung. Auf diesem sitzt ein Vogel in seinem Nest – ruhig, geborgen trotz Getöse um ihn herum.

Das zweite Bild gewinnt den Wettbewerb. Der Kunstmäzen begründet seinen Entscheid so: «Wahrer Friede ist nicht die Abwesenheit des Sturms, sondern die Ruhe mitten im Sturm.»
(in Anlehnung an Gabriele Steinbach)

Take good care!
Pfr. Harry Ratheiser

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