… denn ich habe deine Güte gesehen

Wie packen wir es an, das neue Jahr? Vielleicht mit einem Gebet statt mit guten Vorsätzen – wär mal was anderes. Vielleicht mit den Worten von Jörg Zink – sie enthalten im Rückblick zugleich den Ausblick:

Gott aller Güte, ich denke zurück.
Ich gehe noch einmal den Weg
durch alle meine Jahre.
Nicht an meine Leistung denke ich.
Sie ist gering.
Nicht an das Gute, das ich getan habe.
Es wiegt leicht
gegen die Last des Versäumten.

An das Gute, das du mir getan hast,
denke ich und danke dir.
An die Menschen, mit denen ich gelebt habe,
an alle Freundlichkeit und Liebe,
von der ich mehr empfangen habe,
als ich wissen kann.
An jeden glücklichen Tag
und jede erholsame Nacht.
An die Güte, die mich bewahrt hat
in den Stunden der Angst und der Schuld
und der Verlassenheit.

An das Schwere, das ich getragen habe, denke ich;
an Jammer und Mühsal, deren Sinn ich nicht sehe.
Dir lege ich es in die Hand und bitte dich:
Wenn ich dir begegne, zeige mir den Sinn.

Ich denke zurück, mein Gott, …
denn ich habe deine Güte gesehen.

Was für ein schöner Gedanke: „… denn ich habe deine Güte gesehen.“ 2026: Wo sehe ich Güte? Wo und wie begegnet sie mir? Es wird uns überraschen und gut tun, mit offenen Augen durch das neue Jahr zu gehen. Und es wird uns helfen, schwierige Momente zu tragen und zu ertragen.

Take good care!
Pfr. Harald Ratheiser

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