Interview mit Irene La Spada, freiwillige Mitarbeiterin

Seit vielen Jahren engagiert sich Irene La Spada freiwillig in der Evangelischen Kirchgemeinde Arbon. Was einst mit der Sonntagsschule begann, führte über das Bazar-Team und die «Regenbogenkids» bis zum
Mittagstisch. Im Gespräch erzählt sie, wie es dazu kam und was sie an der Freiwilligenarbeit bis heute begeistert.

Irene, Sie haben sich über längere Zeit beim Mittagstisch engagiert und auch mitgekocht. Wie sind Sie dazu gekommen?

Ich war schon zuvor in der evangelischen Kirchgemeinde vernetzt und bin eher zufällig zum Mittagstisch dazugestossen. Mein freiwilliges Engagement begann mit der Sonntagsschule, nachdem wir von Romans-
horn nach Arbon gezogen waren und ich meine damalige Nachbarin kennenlernte, die Sonntagsschule gab. Parallel war ich im Bazar-Team tätig. Wir haben während des Jahres viel gebastelt, und so kamen immer
mehr Engagements dazu, bei denen ich hier und da mithalf.
Aus der Sonntagsschule entstand später ein weiteres Projekt. Für eine Weihnachtsaufführung suchten wir zusätzliche Kinder und veranstalteten deshalb jeweils am Donnerstagabend Singproben. Das fand riesigen Anklang: Von Anfang an machten rund 25 Kinder mit. Daraus entstanden später die «Regenbogenkids».

Was ist aus den «Regenbogenkids» geworden?

Wir studierten jedes Jahr ein neues Musical ein und führten es auf. Für ein Projekt vertonten wir z. B. Bilderbücher von Markus Pfister. Bald erhielten wir auch Anfragen für Auftritte ausserhalb der Kirchgemeinde. Ein besonderes Erlebnis war unser Auftritt im Ravensburger Spieleland. Wir mussten innerhalb von zwei Monaten die Lieder einstudieren, Kostüme nähen und das Bühnenbild gestalten. Der Auftritt war ein riesiger Erfolg, und wir wurden insgesamt dreimal engagiert. Gemeinsam mit Cornelia Rölli und weiteren Helfer:innen sowie den Eltern organisierten wir die Projekte. Cornelia kümmerte sich um den musikalischen Teil, während ich für die Kostüme und das Bühnenbild verantwortlich war. Dabei lernte ich Doris Janisch, die Leiterin des Mittagstischs, kennen. Sie wusste, dass ich durch die Arbeit meines Mannes als Polizist bereits für viele Menschen gekocht hatte. Und so kam eins zum anderen – und plötzlich war ich auch beim Mittagstisch als freiwillige Helferin dabei.

Es tut unendlich gut, wenn man merkt, dass man anderen Menschen etwas mitgeben kann. Gerade beim Mittagstisch habe ich erlebt, wie gerne ältere Menschen es geniessen, in Gesellschaft zu essen. Das ist ein
grosses Bedürfnis und hat mich immer wieder motiviert. Das gehört für mich zum Sinn des Lebens: anderen Menschen etwas mitzugeben und ihnen eine Stütze zu sein.

Interview: Miriam Augustine

Bild: Irene La Spada, 📷Miriam Augustine

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