Interview mit dem Kinderkirche-Team
Was ist überhaupt die Kinderkirche und was wird so angeboten?
Alise Dupper: Kinder können frei von jeglicher Verpflichtung die Kinderkirche besuchen, sie kennenlernen und können Zeit mit anderen Gspänlis verbringen. Wir beginnen sitzend in einem Kreis, zünden eine Kerze an, beten miteinander einen Psalm und singen und musizieren.
Wir haben jedes Mal ein neues Thema und Pfarrer Michael Röll erzählt sehr lebendig eine Geschichte dazu. Die Kinder können sich interaktiv in die Geschichte, beispielsweise von Bileam und seinem Esel, mit einbringen.
Barbara van der Bie: Die Kinder haben die Gelegenheit in einem lockeren Rahmen die Kirche kennenzulernen und bekommen Werte wie Nächstenliebe, Freiheit und Gerechtigkeit vermittelt. Nach der Znüni-Pause basteln und spielen wir zusammen jeweils etwas, das zum Thema passt.
Wann habt ihr angefangen?
Verena Trachsler: Ich bin schon seit dreissig Jahren mit dabei.
Alise Dupper: Ich bin seit zehn Jahren im KinderkircheTeam.
Barbara van der Bie: Und ich bin seit drei Jahren Teil des Teams.
Welche Aufgaben übernehmt ihr und wie läuft die Zusammenarbeit im Team?
Barbara: Wir vier treffen uns regelmässig und diskutieren Themen, sammeln Ideen, diskutieren spezielle Aktivitäten, wie wir uns organisieren und wer, was macht.
Alise: Barbara und ich bereiten meist das Basteln vor: was ist für alle Kinder stimmig und altersgerecht. Und Vreni ist für den leckeren Znüni zuständig. Die Zusammenarbeit läuft super!
Was macht euch am meisten Spass?
Alise: Zu sehen, wie die Kinder Freude haben und gerne in die Kinderkirche kommen, wo sie gemütlich auf andere Kinder treffen können, und keinen Druck empfinden. Denn bei uns müssen sie nichts tun, was sie nicht tun wollen. Wenn etwa ein Kind gerade keine Lust zum Basteln hat, darf es auch mit den Kapla oder Autos spielen.
Barbara: Die schöne und fröhliche Atmosphäre mit den Kindern.
Verena: Ich freue mich wie die Kinder Spass haben an den Spielen, da sind immer alle super mit dabei!
Was ist euer Highlight in der Kinderkirche?
Alle: Ganz klar, der Auftritt des Weihnachtsspiels jeweils am dritten Adventssonntag. Es sind alle Kinder vom 1. Kindergartenjahr bis zur 6. Klasse eingeladen mitzumachen. Stéphanie Oertli leitet den Chor, in dem die Jüngeren singen. Die älteren Kinder haben eine kleinere oder grössere Sprechrolle. Wir finden immer für alle eine schöne Aufgabe.
Wo seht ihr Chancen, wenn Kinder heute die Kinderkirche besuchen?
Alise: Sie können ohne Leistungsdruck zu uns kommen, dem Alltag entfliehen, eine lockere Atmosphäre haben und dürfen Kinder sein.
Barbara: Sie lernen andere Kinder und biblische Geschichten kennen. Dies fördert Verständnis für das Zusammenleben.
Alise und Barbara: Sie haben die Möglichkeit sich auszudrücken und ihre Wurzeln im Glauben zu entwickeln.
Verena: Die Kinder fühlen sich in der Gemeinschaft aufgehoben, willkommen und getragen.
Euer Engagement für die Kinderkirche ist beachtlich und wertvoll …
… Ja, wir sind sehr motiviert. Wir spüren auch das Vertrauen der Eltern. Deshalb machen wir in der Kinderkirche vor den grossen Sommerferien jeweils ein «Festli». Wir bereiten gemeinsam mit den Kinderkirche-Kindern alles vor: schnetzeln Gemüse und machen Dips, formen Hamburger, hängen Ballone auf. Um halb 11 Uhr stossen Eltern und Geschwister dazu und wir geniessen alle zusammen das kleine Essen und das gemütliche Beisammensein.
Last but not least?
Die nächste Kinderkirche findet am Samstagmorgen, 6. Juni 2026 von 9 bis 11 Uhr statt. Wir freuen uns immer über neue Kinder und Gesichter! Hiermit laden wir alle Kinder vom 1. Kindergarten bis einschliesslich zur 4. Klasse ein, einfach spontan und unverbindlich hineinzuschnuppern, ohne Verpflichtungen und ohne, dass es eine Anmeldung braucht. Wir freuen uns auf euch!
Interview: Miriam Augustine
