Interview mit Jacqueline Jäger
Jacqueline, wie bist Du zum Yoga gekommen und was fasziniert Dich bis heute daran?
Ich bin vor rund 20 Jahren durch eine wunderbare Lehrerin zum Yoga gekommen. Nach einer Yogastunde fühle ich mich fast wie «neu sortiert» – körperlich und geistig. Yoga schenkt mir Energie, Ausgeglichenheit und ein gutes Körpergefühl. Es ist für mich eine kleine Auszeit vom Alltag, die unglaublich viel bewirken kann.
Das Angebot ist Teil von «Body & Soul». Wie ergänzen sich Yoga und die Arbeit einer Kirchgemeinde?
Beide schaffen Räume, in denen Menschen zur Ruhe kommen, Kraft tanken und sich selbst wieder bewusster wahrnehmen können. Bei «Body & Soul» geht es darum, Körper, Geist und Seele ganzheitlich im Blick zu haben. Yoga bietet dafür einen sehr praktischen Zugang: über Bewegung, Atmung und Achtsamkeit.
Was erwartet die Teilnehmenden in einer typischen Yoga-Stunde bei dir?
Eine kleine Pause vom Alltag – Zeit zum Ankommen, Durchatmen und Auftanken. Wir starten mit bewusster Atmung und einer kurzen Zentrierung. Danach folgt eine fliessende Bewegungssequenz, bei der Bewegung, Atmung und Körperwahrnehmung miteinander verbunden werden. Zum Abschluss darf eine entspannte Phase nicht fehlen, in der Körper und Geist zur Ruhe kommen.
Für wen eignet sich das Angebot – können auch Anfängerinnen und Anfänger teilnehmen?
Auf jeden Fall! Yoga ist keine Disziplin, bei der man zuerst beweisen muss, wie beweglich man ist. Die Übungen werden so angeleitet, dass jede Person im eigenen Tempo mitmachen und auf die eigenen Bedürfnisse achten kann. Im Mittelpunkt stehen Freude an der Bewegung und das eigene Wohlbefinden.
In einer Zeit, in der viele Menschen unter Stress stehen: Welche Rolle kann Yoga für das persönliche Wohlbefinden spielen?
Yoga kann helfen, aus dem «Dauer-Modus» des Alltags auszusteigen und wieder mehr bei sich selbst anzukommen. Man lernt, den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen, Verspannungen loszulassen und neue Energie zu schöpfen. Regelmässiges Üben kann helfen, die Haltung zu verbessern, muskulären Dysbalancen entgegenzuwirken und Beschwerden vorzubeugen – damit Körper und Geist wieder mehr in Balance kommen.
Welche Wirkung erlebst Du bei den Teilnehmenden?
Was ich besonders schön finde: Die gute Stimmung ist fast immer spürbar, das gemeinsame Üben verbindet. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden sind sehr positiv. Dass viele regelmässig kommen, freut mich besonders – denn es zeigt, dass Yoga seinen Platz gefunden hat.
Gibt es einen Moment oder eine Begegnung aus Deinen Yoga-Stunden, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Es sind oft die kleinen Momente: Wenn Menschen nach der Stunde ganz entspannt dastehen, lächeln und sagen: «Das hat richtig gutgetan.»
Was möchtest Du Menschen mit auf den Weg geben, die überlegen, einmal vorbeizukommen?
Einfach ausprobieren. Yoga ist kein Wettbewerb. Oft merkt man schon nach der ersten Stunde: Yoga kann mehr, als man vielleicht erwartet.
Interview: Miriam Augustine
