Interview mit unserem Kirchenmusiker, Simon Menges

Die Orgel wird oft als ‹Königin der Instrumente› bezeichnet. Was berührt und fasziniert Dich persönlich an diesem Instrument, besonders hier in unserer Kirchgemeinde?

Die Orgel selbst ist ein faszinierendes Instrument mit einer langen Geschichte und Entwicklung. Die Orgel in unserer Kirche verfügt über sehr viele wunderschöne Klangfarben, die man an anderen Orten nicht oft findet. Gewissermassen hat man ein ganzes Orchester unter seinen Fingerspitzen …

Gibt es einen Moment, der Dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Es war sehr schön zu sehen, wie viele Menschen sich an der Revision/Rekonstruktion 2020/21 unserer Orgel beteiligt haben: die Kirchgemeinde, die Kirchenvorsteherschaft, die Musikkommision, Menschen, die gespendet und eine Pfeifenpatenschaft übernommen haben und schliesslich die Orgelbauer, die die Arbeiten ausgeführt haben. Zu sehen, wie schliesslich bei den Arbeiten der Orgelbauer alles wieder zusammenwuchs und die Orgel ihre ursprünglichen Klangfarben zurückerhielt, war sehr berührend.

Unsere Orgelevents bringen Menschen unterschiedlichsten Alters und mit verschiedensten musikalischen Hintergründen zusammen. Was macht diese Anlässe für Dich einzigartig?

Bei Konzerten und Orgelführungen erlebe ich immer wieder, wie Jung und Alt über die klanglichen Möglichkeiten und die Technik unserer Orgel, die dahintersteckt, staunen. Die Begeisterung für unsere Orgel und die Musik sind sicher ansteckend. Auch versuchen wir das Programm, das wir jedes Jahr auf die Beine stellen, möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Und die Qualität der Konzerte ist auch ein entscheidender Faktor.

Neben dem Gottesdienst sind die Orgelkonzerte ein wichtiger Teil unseres kulturellen Angebots. Auf welche musikalischen Projekte oder Stücke freust Du Dich in den kommenden Monaten besonders – und weshalb?

Das Orgelfestival ist für mich ganz klar das musikalische Highlight des Jahres. Auch bei den Bergli-Serenaden kommen die Instrumente unserer Kirche voll zur Geltung. Am 3. Mai 2026 darf ich zudem ein Konzert im Rahmen des «Bodenseefestivals» spielen, das rund um den See stattfindet. Aber auch das regelmässige Musizieren mit unserem Kinderchor und Erwachsenenchor bereiten mir sehr viel Freude. Zu sehen, wie sich die kleinen und grossen Sängerinnen und Sänger weiterentwickeln, ist sehr schön. In den nächsten Wochen freue ich mich auf den Projektchor, der seit zwei Jahren jeweils einen Gottesdienst im Advent – dieses Mal den Gottesdienst am 2. Advent – mit virtuoser Chormusik bereichert. Aber auch auf das Zusammenspiel mit Konzertchor (23. November) und Musikschulorchester (24. Dezember) freue ich mich. Unsere Orgel ist dabei jeweils eine hervorragende Unterstützung. Ein Solist sagte mir vor Kurzem: «Eure Orgel klingt so schön, da spiele ich auch gerne gratis.»

Herzlichen Dank, Simon!

Das Interview führte Miriam Augustine 

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