So tief geht Weihnachten
Weihnachten damals? Zugegeben, der Beginn war holprig. Josef denkt: «Maria hat mir Hörner aufgesetzt!» Maria befürchtet: «Diese Geschichte mit dem Heiligen Geist glaubt mir kein Mensch!» Dann die Geburt in einer Notunterkunft: Maria schreit vor Schmerzen, Josef ist hoffnungslos überfordert.
Doch dann, wie aus dem Nichts, sind sie auf einmal da, vor dem Stall, vor der erschöpften Maria und dem verwirrten Josef: Die Hirten, die erzählen, dass ihnen ein Licht aufgegangen ist; die Hoffnung strahlt aus ihren Augen. Die Sternforscher, seit Monaten unterwegs, die endlich angekommen sind; die Dankbarkeit steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Auch Maria und Josef vergessen die Mühsal der Reise von Nazareth nach Bethlehem, vergessen den Stress der Geburt, empfinden nur noch ihr Glück mit diesem Kind.
Ihnen allen dämmert langsam: Mit diesem Kind könnte etwas Gutes beginnen.
Weihnachten heute? Das ist, wenn auch mir ein Licht aufgeht. Wenn ich fühle, dass ich in dieser Geschichte ankomme. Wenn ich trotz allem Mühsamen in meinem Leben auf einmal dieses unerklärliche Glück empfinde, das Weihnachten ausstrahlt. Wenn ich spüre: Mit diesem Kind könnte für mich etwas Gutes beginnen.
Take good care!
Pfr. Harry Ratheiser